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Kurzmitteilung

Europa-Atlantis

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Wenn man Platons Sage von Atlantis betrachtet, dann war Atlantis, diese Insel der Seligen, wahrscheinlich ein Staat und eine Zivilisation von Hedonisten und einen ähnlichen Ort braucht die Menschheit heute mehr denn je: für neue Impulse, neue Ideen und große Visionen. Die Abwesenheit von Visionen ist eines der markantesten Zeichen der heutigen Zivilisationen.

Es gab in der jüngsten Vergangenheit einige große Gedanken wie das Vereinigte Europa, Greenpeace und die grünen Parteien. Es waren große Gedanken aber keine Visionen die für viele emotional relevant gewesen wären. Europa hat einige Barrieren abgebaut und einige Gemeinsamkeiten aufgebaut, die Völker aber sind sich nicht nähergekommen.

Es gibt aber, außer in den Goetheinstituten, gewissermaßen von "Bildungsbürgern" betrieben, keinen tiefgreifenden interkulturellen Austausch. Jedes europäische Land hat die eigene Kultur – und so soll es auch bleiben – aber keine übergreifende Identität mit Europa. Die Identität ist nicht europäisch sondern national. Greenpeace und die Grünen haben sich selber ad absurdum geführt, die einen weil Kampf letztendlich das Übel verstärkt; die anderen weil sie sich jetzt konkret an den Regierungsgeschäften beteiligen und ganz schnell vielleicht einmal gefühlte Ideale vergessen haben.

Für die Deutschen ist es besonders schwer, große Visionen zuzulassen. Die Vision der Nazivergangenheit liegt immer noch traumatisch auf den Gemütern und so machen sie sich geistig klein und konzentrieren sich auf die Geschäfte. Die Banalität, zumindest der deutschen Erwartungen, entstand im hohen Maße aus den Gräueltaten des 3. Reichs. Wenn man sich in diesem Ausmaß die eigenen Glieder amputiert, und nichts anderes ist der Schaden, den man vermeintlich anderen zufügt – es ist immer die eigene Zerstückelung -, dann kann man nur noch kriechen. Das wäre durch Einsicht in die Zusammenhänge und Entwicklung der Potentiale leicht zu beheben, aber sie bevorzugen das bequeme, vordergründige Büßen.

Aber auch sonst gibt es weltweit keine übergreifenden Visionen. Entwicklungsländer haben ihre eigenen Vorstellungen von einem gewissen notwendigen Wohlstand und denken sozusagen zuerst „ans Fressen“. Die U.S.A. haben die Raumfahrt, aber was bewirkt das schon für den einzelnen Menschen. Und was ist eigentlich die Absicht der reichen demokratischen Völker Europas und Nordamerikas? Ist es die kollektive Sinnlosigkeit, die Summe aller individuellen Sinnlosigkeiten, die in einem angepasstem, unauffälligen Dasein, geprägt von Arbeit und Fortpflanzung, gipfelt? Nein, es ist jetzt eindeutig zu sehen und zu spüren, dass die bisherig gültigen religiösen und wissenschaftlichen Ideen schal geworden sind. Die Oberfläche der Frucht reicht nicht mehr aus. Viele wollen jetzt hineinbeißen und das Fleisch und den Saft genießen. Dazu bedarf es der Weisheit und einer Vision. Darum Venedig:

Venezia Venedig kommt der Idee von Atlantis zumindest architektonisch und landschaftlich sehr nahe. Es scheint eine Stadt aus einer anderen Dimension zu sein, voller Schönheit und Eleganz. Sie ist wie aus einem Guss und trotzdem hat jeder Teil seinen eigenen Charakter. Jedes Haus unterscheidet sich von den anderen durch eine ganz eigene Prägung und trotzdem entsteht aus dieser Vielfalt eine Ganzheit in der es keine Dissonanzen gibt. Ein schönes Bild für die Menschheit. Wenn man den goldenen Schnitt auf eine Stadt anwenden wollte dann wäre Venedig die richtige Stadt dafür. Was Venedig besonders charmant macht ist, die absolute Abwesenheit von Autos. Das ist eine Lebensqualität, die man in keiner Stadt der Welt mehr erleben kann. Aber Venedig stirbt. Nicht dass die Häuser einfallen würde und nicht einmal dass die Stadt ins Meer versinkt, Venedig stirbt an der Banalität des übergroßen Tourismus, an all den fotografierenden Menschen, die hindurch ziehen und mit ihren banalen Photos jedes Mal ein Stück Seele mitnehmen. Und es stirbt an den Venezianern, die sich nicht mehr wirklich um ihre Stadt bemühen wollen, auch wegen der permanenten Invasion und wegen der Überzeugung, dass Venedig sowieso stirbt.

Atlantis ist ein Symbol für Weisheit, Schönheit und Würde des Menschen. Das ist auch das Ziel aller globalen Hedonisten und Venedig soll sowohl das Symbol als auch konkret der Schaffensort von Hedonisten werden. Venedig könnte die globale oder zumindest europäische Kulturhauptstadt werden, Hauptstadt einer Kultur, die das innerste Wesen jedes Menschen betrifft und nicht die veräußerlichte Kultur der aktuellen Weltanschauung.. Museen und andere Orte für vergangene Gegenstände sind nett aber unbedeutend. Wirklich bedeutend ist nur die lebendige Skulptur des Menschen selbst und seiner Umwelt.

Image Die Vision könnte so sein: Alle Weisen dieser Welt – und es gibt sie doch – alle begabten Träumer, Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und sogenannte Spinner verbringen einen Teil ihrer Zeit in Venedig, um in einem interdisziplinären und interaktiven Prozess die Möglichkeiten des Menschen aufzuzeigen. Ihre Absicht ist nicht, bestehende Missstände anzuprangern, das machen ja schon genügend Institutionen, sondern im Gegenteil, sie orientieren sich ausschließliche auf das Wünschenswerte und Schöne einer neuen Zivilisation hin. Ihre selbstgestellte Aufgabe ist es, auf Grund ihrer Einsicht, den absoluten Sinn des menschlichen Daseins aufzuzeigen und die Entfaltung des individuellen Potentials anzuregen. Das geschieht durch Beratung von Individuen, zum Beispiel von all Jenen, die den Anspruch haben, in führenden Positionen der Gesellschaft tätig zu sein. Die Beteiligten werden so fähig, ihre persönlichen Motivationen, Herausforderungen und Ziele zu erkennen und letztendlich ihr eigenes Wesen zu begreifen und damit ihre Ängste aufzulösen. „Die Erziehung der Erzieher“ (Schiller) beginnt hier und jeder Mensch mit einem Anspruch auf eine Führungsposition, vor allem Politiker, ist es dringend angeraten, sich einem Prozess der Selbstreflexion zu unterziehen. Es geschieht auch mit Hilfe eines Fernsehsenders – das könnte ARTE sein, der dann endlich seinen. „Kulturauftrag“ erfüllt – mit Sendungen über alle relevanten Themen der Weisheit wie zum Beispiel Träume, Selbsterkenntnis, Imagination und Vision; mit Hilfe der virtuellen Techniken ist das wunderbar darzustellen. Dieses Wissen muss jetzt allen zugänglich gemacht werden, ohne jeden Hauch von großspurigen akademischen Verschlüsselungen Es muss zugänglich gemacht werden, damit die bestehenden Ängste aufgelöst werden können und damit das Leben auf diesem Planeten wieder spannend, angenehm, sicher und vor allem sinnvoll wird. Sinn ist in! Selbst die Medien würden mit der Zeit ihre destruktive Haltung ändern und mehr von den großen Fähigkeiten des Menschen berichten als so ausschließlich von den Auswirkungen seiner Ängste, wie das jetzt üblich ist.

Venezia

In gewisser Weise ist es eine „Versammlung der Heiligen“ und ist erst einmal diese erste Vision installiert, werden sich die Hedonisten wie von allein in Venedig einfinden. Natürlich ist es eine vollkommen undogmatische Versammlung – ohne großartige Organisation mit den sie immer begleitenden Scheinbedeutungen – die sich freiwillig und kooperativ treffen, wann immer es wirklich etwas zu sagen ist. Es gibt schon genügend Organisationen weltweit, die sich häufig zu irgendwelchen Gipfeln treffen, ohne dass dabei auch nur die kleinste Veränderung passiert. Gewöhnlich folgt solchen Treffen eine Erklärung, dass das Problem in einem Zeitraum von sagen wir 30 Jahren gelöst wird, aber in Wirklichkeit ist es eine Erklärung zur Abwesenheit klaren Vorstellungen über kommende Konstruktionen. So ist die Versammlung der Hedonisten nicht zu verstehen, denn das Werkzeug der Hedonisten ist ja gerade die Anwesenheit von Vorstellungen über Lösungen, dazu die erforderliche Weisheit und deren Werkzeug – die Vision. Die Auswirkungen in der greifbaren Realität erfolgen dann auf ganz natürliche Weise, spontan und quasi mühelos.

Viele geniale Philosophen haben im Laufe der Geschichte ihren Geist und ihre Welt erforscht und waren sehr oft in der Nähe der Einsicht. Auch die Wissenschaften haben in vielen Disziplinen wahre Wunderwerke vollbracht und sind inzwischen fähig, selbst die allerkleinsten Elementarteilchen aufzuzeichnen. Die Technologie hat das Leben materiell erleichtert und im medizinischen Bereich Leben verlängert. Das alles wäre bemerkenswert, wenn „nur“ die Grundüberzeugungen nicht so destruktiv wären. Tatsächlich „nur“, denn es ist kein Naturgesetz und keine fremde Gewalt, welche die Menschen zwingt anzunehmen, dass das Universum ein zufälliges sinnloses Gebilde ist; sondern es ist „nur“ eine gewisse Trägheit des Geistes oder: „O ihr Toren, zu trägen Herzens all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben“ (Lukas 24, 25). Naturwissenschaft und Religion, Materie und Geist, müssen jetzt beschleunigt vereint werden, damit sie, von einer sehr viel höheren Warte aus und mit dem entsprechenden Überblick, für jeden Menschen und die ganze Umwelt wirken können und damit das Leben in spirituelle Sicherheit und Genuss einbetten statt in Sinnlosigkeit und Leid.

Image Finanziert wird das Ganze entweder von den beteiligten Nationen, oder Venedig wird auf begrenzte Zeit zu einem Steuerparadies erklärt und finanziert die „Kultur“ und die dringend notwendige Sanierung durch individuelle Investitionen. Die heutige materialistisch orientierte Gesellschaft kann ihre großen Probleme nicht mit ihren eigenen Mitteln lösen, nicht mit Technologie, nicht mit dem Intellekt und nicht mit der Vernunft, denn die sind ja Teil des Systems. Die Impulse können nur von einer Instanz kommen, die einen viel größeren Überblick hat und das bestehende System im größeren Zusammenhang des Ganzen begreift, eine Instanz, die keine Trennung zwischen Mensch und Universum kennt, die Materie und Geist vereinigt hat, die deshalb die Sinnhaftigkeit des Daseins versteht und frei von Ängsten und persönlicher Betroffenheit zum eigenen Wohl und zum Wohl der Menschheit wirken kann. Diese Instanz ist das eigene Selbst und das Symbol dafür ist die Versammlung der Hedonisten oder anders gesagt, es ist der globale Hedonist.

Darum Venedig.

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