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Akâsha

Akashaâkâsha,  Erscheinung. Grundbedeutung der Wurzel kâsh (kâs, kâç),

Licht, Schein; in Ableitungen und Zusammensetzungen: erschauen sichtbar werden, zutage treten, erscheinen Hierzu wolle man die philosophisch tiefe Bedeutung  des Wortes ‚er-Schein-ung‘ in Betracht ziehen, wie solche sich in weit auseinander liegenden Sprachstämmen vorfindet:

russisch, bedeuted gleichzeitig Welt und Lichtschein;
ungarisch: ‚villág‘ Licht, Schein und Welt;
japanisch; ‚atsútsuyo‘  Schein und Welt
etymologisch: erwachtes Leben. *

Danach wäre âkâsha ‚Welterscheinung‘. Zu dieser Grundbedeutung kommt aber noch die weitere: ‚Raumzeitlichkeit‘ hinzu. Diese ist in der vedischen Literatur in einer Reihe von Stellen nachweisbar, welche Stellen erst durch solche Duplizität der Bedeutung volle Klarheiterlangen; siehe vor allem Brihad-âranyaka-upanishad 3,8 und die Ausführungen im Oupnek’hat; dort spricht es Yâdschñavalkya mit deutlichen Worten aus, daß âkâsha ‚Raum und Zeit‘ bedeute und mâyâ das heißt ‚Schein‘ sei.

Im Gegensatz zu raum-zeitlicher Welt-Erscheinung wird das Wesen der Welt als ‚anâkâsham raumzeitlos‘ bezeichnet. Dazu hat sich die gleiche Doppelbedeutung des Wortes auch im Pâli erhalten: ‚avakâso‘ gekürzt: ‚okâso‘ bezeichnet Raum und Zeit zugleich; ‚okâsam karoti‘ heißt Platz schaffen, Zeit und Raum finden. (An das Heraklitische: ‚Urkörper ist die Zeit‘ sei hier erinnert.)–So viel an dieser Stelle um die

Wiedergabe des Sanskritwortes âkâsha auf dessen Grundbedeutung gestützt, nicht wie bisher üblich durch Weltraum oder Äther, wohl aber durch ‚Erscheinung‘–zeiträumlicher Welterscheinung Urbestand, sub-stantia, zu rechtfertigen; vergleiche Nrisimhapûrvatâpanîyaupanishad 3: „darum soll man âkâsha als den ‚Weltkeim‘ wissen“

DAS HOHE ZIEL DER ERKENNTNIS

ARANADA UPANISHAD

VON OMAR AL RASCHID BEY 

Akasha

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