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Höhere Wesen?

engel

Einige kurze Gedanken zu Gott und der Welt: Gibt es höhere Wesen?

„Höher“ bedeutet schon eine Wertung, die hier gar nicht notwendig ist. Das Individuum beinhaltet alle Ordnungen egal welchen Grades. Es ist wahr, dass sie nicht erkennbar sind und deshalb oft als chaotische Strukturen im Aussen erscheinen. Manchmal enttarnt sich solch ein „Chaos“ und die Ordnung wird sichtbar. Was Menschen allerding selten machen, ist zu erkennen, dass Alles, was im Aussen ist, zuerst einmal im Innern sein muss, wobei „Aussen“ und „Innen“ eigentlich nicht getrennt sind.

Die Trennungen werden gemacht, weil das aktuell zugängliche menschliche Bewusstsein in gewisser Weise ignorant ist, vor allem sich selbst gegenüber.

Alles, was ich wahrnehme, ist ein Aspekt meiner Selbst – auch alle anderen Menschen, Wesen, etc., denn ich kann nur mich selbst wahrnehmen. Was dann tatsächlich von dieser Wahrnehmung zu mir durchdringt, ist meine intellektuelle Interpretation des Gesehenen. Und diese Interpretation wird durch alle meine Konditionierungen (Glauben, Theorien, Annahmen, etc.) gefiltert. Und wenn ich mehr verstehen will, muss ich die Filter erkennen und gegebenfalls ersetzen oder weglassen. Naja, aus all diesen Gründen und vielen mehr betrachte ich das Individuum (das Ungeteilte) als DAS komplexe lebende System. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass es tote System gibt, denn jedes Atom lebt in gewisser Weise.

Individuum

Ich halte die Entwicklung des „Massenwesens“ zum „Einzelwesen“ für wesentlich. Allerdings muss dann jeder Mensch die volle Verantwortung übernehmen und das wird er erst tun, wenn seine Fähigkeiten dementsprechend ausgebildet sind. Deshalb ist Selbsterkenntnis – das Erkennen der eigenen weitreichenden Fähigkeiten – unbedingt notwendig. Solange Menschen glauben, dass sie „Teile“ sind – eben kein Individuum – solange wird das eigenständige Denken und Handeln fast unmöglich sein.  

Naiver Realismus und naiver Kollektivismus gehen Hand in Hand und sind in hohem Maße ignorant, unerfreulich und mühsam. Es gibt bessere Methoden und das ist die eigentliche Aufgabe der Philosophie, diese zu zeigen  .

Speicher

Ob der Mensch die „Daten“ intern oder extern speichert, ist nur insofern relevant, als dass das Gedächtnis offentsichtlich blockiert ist und wir deshalb mechanische Aufzeichnungen benötigen. Gottseidank verfeinern sich auch hier die Methoden und fast alle Daten passen in einen kleinen Rechner. Ausserdem kann man alles praktische Wissen, das gerade benötigt wird, aus dem Internet ziehen. Aber alle aufgezeichneten Daten aller Zeiten sind nur ein Bruchteil dessen, was das menschliche Bewusstsein sowieso enthält. Deshalb ist es immer der effektivste Weg, direkt an die Quelle zu gehen, zu sich Selbst. Man muss die Daten „freischürfen“.

Identität, Evolution und Dualität

Die Trennung des Ich von Allem was ist war sicher ein notwendiger evolutionärer Schritt, um die eigene Identität zu ermitteln und sich nicht zu verlieren im Grenzenlosen. Die Identität des Egos ist jetzt sozusagen gesichert und teilweise übersichert. In diesem Prozeß wurde vergessen, dass ein Individuum eigentlich grenzenlos ist und dass sich „das Ungeteilte“ auf Alles bezieht. Dies zu erkennen ist meiner Meinung nach der nächste Schritt in der Evolution. Die Trennungen werden aufgehoben aber die Identität geht dadurch nicht verloren. Allerdings sollte diese Identität idealerweise an das ewige Bewusstsein „gehängt“ werden und nicht ausschließlich an den Körper, der nur temporär ist.

Zu diesem kommenden Schritt in der Evolution gehört auch das Erkennen der Dualität als bloßen Glauben, entstanden aus Trennung vom ganzen Selbst. Nur das Erkennen, dass auch die Dualität ein bloßer Glauben ist, kann die  zwanghafte Aufteilung in Gut und Böse auflösen. Ich denke aber nicht, dass das Ich als nur GUT bewertet wird und alles Andere als nur BÖSE. Die Entwertung der eigenen Person ist in hohem Maße in unser Glaubenssystem integriert und muss ebenfalls erkannt werden. Denn solange ich mich minderwertig fühle, solange wird meine Welt minderwertig sein.


Die Degenerierung des Wissens und der Fall in die Dualität kann man natürlich als historisch bezeichnen und da dies schon so lange anhält, sieht es aus wie eine genetische Determinierung. Es ist aber auch zu bedenken, dass die physischen Formen aufgrund der Vorstellungen des Individuums geschaffen werden, oder „matter follows mind“. Das funktioniert immer so, auch wenn sich das Individuum als „Teilchen“ und deshalb als kollektives Wesen begreift. Das sind alles Erfahrungen und der kollektive Mensch ist sehr viel begrenzter in seinen Wahlmöglichkeiten als ein Individuum. Ich sehe auch, dass jetzt das Zeitalter des Individuums anbricht und es scheint sich noch sehr langsam zu bewegen. Aber ich denke, die Richtung ist gesetzt und die Bewegung wird sich potenzieren. Ich sehe das in meiner persönlichen Evolution. Sie geschieht nicht in einem netten linearen Prozeß, sondern in Sprüngen, wobei durchaus mal ein „Rücksprung“ passieren kann. Ich halte es für wichtig, die Aufmerksamkeit bei sich Selbst zu lassen und sich zu entfalten. Dann kann man vielleicht ein Beispiel sein für Andere – und mehr kann man nicht tun, denn jeder ist in seiner eigenen Welt.

 

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