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Kontraste

In der Wahrnehmung des Menschen ist aber die Dualität vom bloßen Kontrastmittel zur Basis der Moral geworden. Es gibt Gutes und Schlechtes, Richtiges und Falsches, Böses und Liebes. Dabei sind das alles nur Eigenschaften, welche aufgrund eines Glaubenssatzes auf einen Zustand geworfen werden, der zuerst einmal einfach nur ist. Dadurch, dass man diesen Zustand quasi automatisch mit dem Schleier einer Moral bedeckt, kann er nicht mehr genau gesehen werden. Der Zustand ist durch die Energiezufuhr der Moral plötzlich mächtig geworden und muss entweder geliebt und gefördert werden, sofern man sich auf der guten, richtigen Seite wähnt, oder muss bis aufs Blut bekämpft werden, wenn man zu erkennen meint, die Anderen denken, tun, sagen und träumen das Falsche.

Man könnte aber die Dualität auch als das sehen, was sie ist, nämlich eine Spielregel dieser Welt, so wie die Glaubenssätze, an die sie sich sozusagen nahtlos anschmiegt. Diese Spielregel besagt nicht, dass man Andere verurteilen muss, weil sie andere Erfahrungen wählen und andere Glaubenssätze gewählt haben. Die Spielregel ist vielleicht sogar ein Joker, der es möglich macht, dass man bei den eigenen Glaubenssätzen sozusagen in die Tiefe schauen kann, 3D, um zu verstehen, was die eigene Persönlichkeit will, welche Erfahrungen sie sich wünscht, denn der Kontrast mit all seinen Schatten lässt das Wünschenswerte gewissermaßen hervorleuchten.

Alles ist gleichwertig, nur unterschiedlich“ (Elias) wäre die weitaus bessere Annäherung für jede Art von Aktion.  Es ist die Moral, die aus einer verzerrt verstandenen Dualität herrührt, welche das Unterschiedliche nicht mehr als gleichwertig versteht, sondern entsprechend der eigenen Moral und den eigenen Glaubenssätzen bewertet im Sinn von gut/schlecht und in der Folge Andersdenkende verurteilt und bestraft.  Dieser Vorgang ist nicht nur bei Ereignissen und Zuständen wenig sinnvoll, die man ablehnt und verurteilt. Das Gleiche gilt auch für alle Zustände und Ereignisse, die man sozusagen anbetet, also erhöht, so wie ein Gottesbild oder das ominöse Höhere Selbst.  Das Alles ist eine große Verschwendung der Energie.

Die Dualität ist nur ein mentales Werkzeug, so wie die anderen Features des Bewusstseins auch und sie hilft auch bei der Einsicht, dass es nichts zu lernen gibt, sondern nur zu erinnern, dass es nichts zu fürchten gibt, nur die Auswahl der eigenen Glaubenssätze und dass es nichts zu verdienen gibt, nur zu erschaffen. Jeder steht inmitten der Ewigkeit – all-eins – und wählt seine Erfahrungen…. Kontraste erleichtern diesen Selbsterkenntnisprozess enorm, denn Erfahrungen führen zu Selbsterkenntnis, falls man bereit ist, sich von der Moral zu trennen.

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