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Der heilige Gral

GralDer heilige Gral regt seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen an. Erst vor kurzem wurde das Thema wieder mit dem „DaVinci Code“ aufgegriffen. Unzählige Bücher und Filme beschäftigen sich mit dem mysteriösen Gral und seinen wundersamen Wirkungen.  Es wird nach wie vor versucht, das konkrete Gefäß zu finden, das – so die christliche Version der Legende – der Kelch Jesu beim letzten Abendmahl war.

Es wird vermutet, dass die Tempelritter den Gral bei Ausgrabungen in Jerusalem gefunden haben und ihn nach Frankreich brachten. 

„Den Orden umgibt ein Schleier aus Mystik und Geheimnis. Viele Fragen sind offen. Nicht wenige werden höchstwahrscheinlich unbeantwortet bleiben. Zum Beispiel die, wie aus einer kleinen Gruppe Männer quasi aus dem Nichts eine europaweit agierende Gemeinschaft werden konnte, die an Macht und Eigenständigkeit – nicht umsonst galten die Templer beispielsweise als die Bankiers Europas – viele Königreiche in den Schatten stellte. Eine Gemeinschaft, die mindestens ebenso schnell wieder in der Versenkung der Geschichte verschwand, wie sie zuvor aufgestiegen war.“

Aus Rennes le Chateau und das Geheimnis der Gralslegende , eine Site mit umfassenden Informationen über die historischen und aktuellen Überzeugungen zur Gralslegende.

TafelrundeAuch ist die Sage von König Artus und seiner Tafelrunde untrennbar mit der Suche nach dem Gral verbunden. Wer ihn findet, findet auch ewiges Leben und Magie.  Hier vermischen sich christliche Elemente mit altem keltischen Glauben. Die Geschichte um das verlorene Paradies und die folgende Gralssuche als der Versuch, das Paradies wieder zu erlangen, stehen häufig im Mittelpunkt der Artuslegenden. Sie bilden oft den Hintergrund für zahlreiche andere Legenden, so z. B. auch für die Geschichte des Zauberers Merlin, die Lebensgeschichte Lancelots oder die Erzählungen von Avalon.

  • So viele Mühen in so vielen Jahrhunderten, so viel Energie ist in die Suche des Grals geflossen, die doch unerfüllt bleiben muss, denn selbst wenn man irgendeinen Kelch als den Gral erkennen würde, hätte man nicht die ihm zugeschriebene Macht. Das, was Menschen im heiligen Gral suchen besitzen sie schon. Jeder Mensch hat das Wissen um das ewige Leben, um die Magie des Seins und die Erfüllung seiner Vorstellungen. Dieses Wissen muss aber freigelegt werden und so ist die Mythologie vom Gral eine gute Analogie. Allerdings braucht man eine Archäologie des Geistes. Hier findet man den verschütteten Gral oder den verborgenen Stein des Weisen, Shambala, Avalon und das Paradies.

Der Gral in der Dichtung

GraltaubeIn fernem Land, unnahbar euren Schritten
liegt eine Burg, die Monsalvat genannt.
Ein lichter Tempel stehet dort inmitten,
so kostbar, wie auf Erden nichts gekannt,
drin ein Gefäß von wundertät’gem Segen
wird dort als höchstes Heiligtum bewacht;
es ward, dass sein der Menschen reinste pflegen,

von einer Engelschar herabgebracht.

Alljährlich naht vom Himmel eine Taube,
um neu zu stärken seine Wunderkraft.
Es heißt der Gral, und selig reinster Glaube
erteilt durch ihn sich seiner Ritterschaft.
Wer nun dem Gral zu dienen ist erkoren,
den rüstet er mit überirdischer Macht,
an ihm ist jedes Bösen Trug verloren,
wenn er ihn sieht, weicht dem des Todes Nacht.

Selbst wer von ihm in ferne Land entsendet
zum Streiter für der Tugend Recht ernannt,
dem wird nicht seine heilige Kraft entwendet,
bleibt als sein Ritter dort er unerkannt.
So hehrer Art doch ist des Grales Segen,
enthüllt — muss er des Laien Auge flieht;
des Ritters drum sollt Zweifel ihr nicht hegen,
erkennt ihr ihn – dann muss er von euch ziehn, –
Nun, hört wie ich verbotne Frage lohne!
Vom Gral ward ich zu euch daher gesandt:
mein Vater Parzival trägt seine Krone,
sein Ritter ich – bin Lohengrin genannt. —

Gralserzählung von Richard Wagner 

Siehe auch Wolfram von Eschenbach und die Gralslegende hier und hier .

 

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