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Kontrolle vs. Wahl

Wahl

Brauchen wir im Staat die Kontrolle der Kontrollen oder ist mehr an Freiheit durch individuelle und daher auch gesellschaftliche Offenheit zu erreichen, durch Eigenverantwortung,  wobei es den Begriff Offenheit zu definieren gilt.

Ich halte dieses Thema für die größte Herausforderung der heutigen Gesellschaft und vor allem für die größte Herausforderung des heutigen Individuums, statt der bewussten Kontrolle die bewusste, eigenverantwortliche Wahl der Ereignisse zu erreichen.

Angeblich dient der Aufbau von fast zahllosen Kontrollinstanzen der Sicherheit des Individuums und im Fall einer Armee des ganzen Landes. Die umfassendere Wirklichkeit ist aber, dass genau diese Kontrollinstanzen die Gefahr eines Verbrechens oder eines Krieges eher fördern, denn sie fokussieren ausschließlich auf Gefahren. Energetisch betrachtet ziehen sie somit die Gefahr, die sie dann bekämpfen, an. Es ist ein Teufelskreis, denn je mehr Kontrolle es gibt, umso mehr müssen die scheinbar „kontrollierten“ Gefahren bekämpft werden, was diese wiederum verstärkt…

Kontrollen machen zudem das Leben eng, klein und sogar zombiehaft, also leblos. Es gibt nicht nur die staatlichen Kontrollen, sondern,  auch in einer Demokratie,  kontrolliert Jeder Jeden – mit ansteigender Tendenz. Der Mini-Skandal um Popetown und nicht zu vergessen die Mohammed-Karikaturen sind ein symptomatischer Ausdruck davon.  Die Kontrollwütigen kriechen wieder aus allen dunklen Ecken hervor, die man vermeintlich schon lange aufgeräumt hatte und wollen ihre Autorität behaupten. Das ist nur möglich, weil die Gesellschaft im Schlamm der Angst sitzt, sozusagen, und zudem noch einer Angst, die (noch) auf keinen konkreten physischen Manifestationen basiert.

Kontrollen sind ein Ausdruck der Angst. Um den ansteigenden „Kontrollgeist“ zu unterbrechen, muss also eine Erkennung und Beseitigung der Ängste stattfinden. Im Prinzip brauchen Alle eine neue Aufklärung, denn scheinbar ging alles Wissen, das so mühsam in Jahrtausenden errungen wurde, in großen Teilen verloren. Ja, es gibt die Technologie, aber was den Menschen selber betrifft, seine individuelle Macht und Fähigkeit, geht unter in einem Strudel von kollektiven Ängsten, welche nur noch nach „Regierung“ und sogar geistlicher Führung verlangen. Kein Wunder, dass das „öffentliche“ Leben so außerordentlich banal geworden ist.

Was man also braucht – und es ist sinnvoll, auf der individuellen Ebene zu bleiben – ist eine Öffnung im Bewusstsein, eine Offenheit zu sich Selbst, was ein Zulassen von mehr Energie und damit von mehr Information ist, ganz so wie Elias sagt:

Willst du im Käfig deiner Verschlossenheit bleiben oder wirst
du dich selber frei -und aussetzen, damit du empfangen kannst?
 

Denn ohne diese Offenheit dem „Neuen“ gegenüber, das nicht so neu ist sondern nur verschüttet, können auch alle die erwünschten und ersehnten Zustände – wie Frieden, Glück, Freude, Wissen – nicht eintreffen, denn die Mauern der Kontrolle verhindern dies nachhaltig.

In dem man Kontrolle ausübt, wird die Aufmerksamkeit in sich Selbst verhindert. Kontrollen sind mechanisch, roboterhaft. Wer aber aufmerksam ist – in sich Selbst aufmerksam – kann nicht mehr kontrolliert werden.

Wer also der Gesellschaft, die ein klarer Spiegel der eigenen Bedingtheit ist, mit all den Ängsten nicht ausgeliefert sein will, muss sich auf den Weg zu sich Selbst machen und die eigenen Fähigkeiten, das eigene Wissen, aktivieren. Geschieht dies nicht, ist das Individuum hoffnungslos dem Kollektiv, d.h., den kollektiven Glaubenssätzen, ausgeliefert – mit all den Kontrollmechanismen – ohne dass dadurch die Angst gelindert, geschweige denn überwunden – transformiert – wird. Die freie Wahl der Ereignisse kann nur durch individuelles Wissen erlangt werden und individuelles Wissen erreicht man durch Selbsterkenntnis. Umfassende, wirkliche Eigenverantwortung ist nur mit diesem Wissen über sich Selbst möglich, denn wer die freie Wahl der Ereignisse hat, hat auch kein Problem mit Eigenverantwortung – eigentlich.

Vielleicht passt das noch dazu:

Aggressionen, sich Selbst und Anderen gegenüber,  sind gewöhnlich die Folge der Ohnmacht, also keine Macht, das eigene Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten, aufgrund von Ignoranz – auch bei den sogenannten Intellektuellen. Kein Wunder, dass die Ängste und dadurch die Aggressionen steigen.

Aggressionen zeigen sich zudem nicht nur in brutaler körperlicher Gewalt. Die subtileren Methoden – sozusagen unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft – sind noch viel unangenehmer. Dann gibt es da noch den gewöhnlichen Humor, der äußerst aggressiv sein kann…

Noch mehr Kontrollen, also die Kontrollen der Kontrollen, helfen hier natürlich gar nicht, denn jede „Kontrollinstanz” verselbständigt sich in Windeseile und wird selber wieder zu einer Macht, die kontrolliert werden muss. Diese Mechanismen sind doch bekannt.

Tatsache ist, dass die Gesellschaft von heute nicht mehr mit den Mitteln der Vergangenheit (Steinzeit) kontrolliert werden kann. Sie kann überhaupt nicht mehr kontrolliert werden. Jedes Individuum, das nicht unter kollektiven, verängstigten Glaubenssätzen und deren Auswirkungen leiden will, muss sich schon selber von seiner Ignoranz erlösen.

  • Bei großer geistiger Verwirrung, d.h., wenn man die Prämissen, die Glaubenssätze, aufgrund derer man handelt, nicht kennt und nicht weiß, was man in jedem Augenblick tut, braucht man Kontrollen, um die (überwiegend) negativen Erwartungen, die Ängste, in Schach zu halten. Bei geistiger Klarheit, und das bedeutet, die Glaubenssätze zu erkennen und sich in ihnen frei bewegen zu können, sie eventuell sogar aufzulösen, braucht es keine Kontrolle. Die Angst ist überwunden. Kontrolle ist also ein Ausdruck der Verwirrung und Angst.

 

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